Worauf der Wein wächst
Bild  vergrößern Bild verkleinern

Worauf der Wein wächst

Zeugen der Vergangenheit

Tief in der Erde und im Gestein in Weidling, Klosterneuburg und Umgebung, überall dort, wo sich das Ufergebiet der Parathetis erstreckte, findet man Spuren der Vergangenheit. Versteinerte Hai Zähne, Muscheln und andere Meerestiere aber auch Überreste einiger Landtiere wurden gefunden. Doch es sind auch mineralische Ablagerungen, die im Boden und im Gestein zu finden sind und an dieses subtropische Klima erinnern.

Neben Sand, Mergel und Tegel, der hier stark für die Ziegelproduktion Verwendung fand, wurde der Leitha Kalk abgelagert. Das geschah besonders zu Meeresspiegelhöchstständen, in denen selbst die damalige Inselgruppe des herausragenden kristallinen Leithagebirges überflutet war. Leitha Kalk wurde und wird für die Steinmetz- und Zementindustrie abgebaut.

Durch Abschnürung von den Weltmeeren wurde die Paratethys zu einem Binnenmeer, dessen Salzgehalt drastisch sank. Dadurch verschwanden viele Meerestiere. Dennoch waren dieses Binnenmeer und die späteren Binnenseen nachwievor riesig und boten vielen angepassten Tierarten in den folgenden Zeitstufen von 13 bis 5,3 Millionen Jahren einen Lebensraum. Durch tektonische Ereignisse (z.B. Absenkung der großen Pannonischen Tiefebene) verschwand das Wasser aber allmählich bis auf kleinere Seen und Flussläufe aus unserer Gegend.

Das Binnenmeer erstreckte sich von Europa bis Nordafrika. Eine letzte Erinnerung an dieses Meer ist der Sand der Sahara, der damals, vor 30 bis 15 Millionen Jahren, kein Wüstensand, sondern Sand des Meeresbodens war. Das Landschaftsbild, wie wir es heute kennen, wurde allerdings erst durch die Eiszeiten geprägt.

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder.